Chemnitzer Überschüsse sind kein Erfolg

Die Freie Presse berichtet heute, dass die Stadt Chemnitz in 2019 einen "Millionenüberschuss erwirtschaftet" hätte und im Jahr zuvor noch ein Minus zu Buche gestanden hätte. Dieses "Minus" war allerdings nur der Planansatz, der schon in den letzten Jahren regelmäßig um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag nach unten abwich. 2018 gab es dagegen bereits einen Überschuss von 60 Millionen Euro. Der Überschuss entsteht vor allem, wenn man Dinge nicht auf die Reihe bekommt, weil zum Beispiel Bauprojekte nicht in die Gänge kommen, keine Instandhaltung stattfindet, der Krankenstand hoch ist und kein neues Personal eingestellt wird und vor allem, weil Fördermittelprojekte nicht abgerufen werden können, wo normalerweise Eigenanteile vielfach multipliziert werden. Es bleibt zu hoffen, dass der neue OB und bisherige Kämmerer genug Durchsetzungswillen und -kraft besitzt, solche Millionenüberschüsse zu vermeiden und stattdessen dem Gemeinwohl und nicht der Rücklage zuzuführen. Wohlstand für alle entsteht nämlich durch Investieren. Durch Sparen wird man nur reich.
2011: +11,7 Mill. Euro
2012: +28,1 Mill. Euro
2013: +58,1 Mill. Euro
2014: +22,1 Mill. Euro
2015: +51 Mill. Euro
2016: +76,9 Mill. Euro
2017: +61,7 Mill. Euro
2018: +60 Mill. Euro
2019: +50,4 Mill. Euro
Ursprünglich auf Facebook am 22.12.2020 veröffentlicht.