Carl Hahn und die verpasste Schulchance

· Verwaltung & Stadtrat, Stadtentwicklung & Innenstadt, Stadtwirtschaft & Kreativwirtschaft · 2 Min. Lesezeit · Artikel 162 von 493

#Chemnitz#Wirtschaft#Schule#Stadtrat

Gestern hat uns Prof. Dr. Dr. Carl H. Hahn junior (94) beim Sommertreff der sächsischen Wirtschaft besucht. Ihm als ehemaligem Vorstand der Volkswagen AG (1982-93) ist es zu verdanken, dass Volkswagen (sogar schon vor der Wende) damit begonnen hat, in Sachsen eine wettbewerbsfähige Automobilproduktion aufzubauen. Unzählige Arbeitsplätze und Unternehmen sind in und um Chemnitz und Zwickau entstanden. Deshalb ist er auch Ehrenbürger der beiden Städte und immer ein willkommener Gast.

Augenmerk legt er heute auf die Bildung junger Menschen mit der "Saxony International School – Carl Hahn", die 16 Schulen – von der Grundschule bis zum Wirtschaftsgymnasium und 18 Kitas/Horteinrichtungen betreibt. Einige davon in Gemeinden, die heute gar keine staatliche Schule mehr hätten und für ein moderates Schulgeld, das geringer ist, als die Fahrtkosten in die nächste Stadt.

Anfang 2017 hatte der Chemnitzer Stadtrat der Ansiedlung einer internationalen Schule in Chemnitz zugestimmt. Der Stadtkämmerer Sven Schulze erteilte ihm dann 2018 eine Absage, da man die dafür ausgewählte Schulbrache als städtische Schule ausbauen wollte und nach dem Verkauf von mehreren ungenutzten Schulen zum Umbau zu Wohnzwecken durch Immobilieninvestoren kein anderes mehr Objekt hatte. Besonders schlau war das nicht. Wir brauchen viel mehr solcher privater Initiativen, denn Qualität und neue Ideen entstehen durch Wettbewerb.

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Ursprünglich auf Facebook am 04.09.2020 veröffentlicht.