Stadthallenpark stand sehr wohl zur Debatte

· Stadtentwicklung & Innenstadt, Denkmalschutz & Bauen, Verwaltung & Stadtrat · 2 Min. Lesezeit · Artikel 265 von 492

#Chemnitz #Stadtentwicklung #Innenstadt #Denkmalschutz

Es ist schon bemerkenswert, dass der Sprecher der Chemnitzer Stadtverwaltung jetzt behauptet, die Bebauung des denkmalgeschützten Stadthallenparks hätte "nie zur Diskussion" gestanden. Das ist eine glatte Lüge.

So gab es zu diesem Thema am 6.2.2017 eine von der Freien Presse initiierte Diskussionsrunde, die protokolliert wurde und wo es genau um diese Bebauung ging. Außerdem erfolgten mehrfach Äußerungen des Baubürgermeisters und der IHK, dass eine Bebauung in Betracht gezogen und sogar intensiv befürwortet werde. https://www.freiepresse.de/chemnitz/ticker-zu-nachlesen-debatte-um-citybebauung-wie-weiter-mit-dem-stadthallenpark-chemnitz-artikel9828951

Im Rahmen des Gutachterverfahrens wurde die Bebauung des Parks von Stadtratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern ebenfalls diskutiert, wobei die Verwaltung eher Verfechter der Bebauung war und nur von einzelnen Stadträten Kritik kam. Der Siegerentwurf des Gutachterverfahrens mit der Bebauung steht nun als Leitlinie sogar auf der Webseite der Chemnitz und dient als Grundlage für weitere Planungen https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/unsere-stadt/stadtentwicklung/innenstadt/gutachterverfahren/stadthallenpark.html

Seit 2017 wurde das Thema mehrfach wieder lanciert, u.a. von der IHK und die Ergebnisse des Gutachterverfahrens werden natürlich samt Bebauung des Stadthallenparks auf der expo real gezeigt. Bemerkenswert dabei ist wiederum das Schweigen der Oberbürgermeisterin, die unangenehme Themen, die eine klare Haltung erfordern, gerne meidet. Vorsicht ist also angebracht und die Presse darf ruhig mal gründlicher recherchieren, bevor sie einseitig Statements der Verwaltung übernimmt.

Ursprünglich auf Facebook am 12.09.2019 veröffentlicht.