Chemnitz muss mehr liefern als Medienkritik

· Kultur & Kulturhauptstadt, Stadtentwicklung & Innenstadt · 1 Min. Lesezeit · Artikel 368 von 493

#Chemnitz#Presse#Wirtschaft#Demokratie

Interview im heutigen Tagesanzeiger / Zürich
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//Sind Ihre Mitarbeiter auch wütend darüber, wie Chemnitz in den internationalen und überregionalen Medien porträtiert wurde?//
Aufgeklärte Menschen fangen jetzt nicht damit an, die Medien zu schelten. Es ist völlig sinnlos, Journalisten vorzuschreiben, wie sie zu berichten haben. Es reicht aber auch nicht zu behaupten: «Chemnitz ist bunt – und weder grau noch braun.» Viel wichtiger wäre es, genau zu analysieren, was schiefgelaufen ist, und die Probleme anzugehen. Tut Chemnitz das, wird man auch wieder positiv berichten.

//Sorgen über einen Einbruch der Wirtschaft machen Sie sich nicht?//
Nein. Die Unternehmer, die sich jetzt sorgen, sollten sich vielleicht einmal fragen: Was habe ich in der Vergangenheit eigentlich zum städtischen Gemeinwesen beigetragen? Wie habe ich die gesellschaftliche Vielfalt gestärkt? Wer ehrlich ist, wird feststellen, dass auch er selber ein wenig versagt hat.
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Ursprünglich auf Facebook am 08.09.2018 veröffentlicht.