FFP2-Masken als teurer Apothekenlauf

· Verwaltung & Stadtrat · 2 Min. Lesezeit · Artikel 136 von 493

#Chemnitz#Sachsen#Corona#Gesundheit

Derzeit werden über eine Million Menschen über 60 Jahre in Sachsen (auch "Risikogruppe" genannt) aufgefordert, sich zur nächsten Apotheke zu begeben und sich dort mit ihren nicht vor Viren schützenden Stoffmasken, Schals etc. in lange Schlangen zu stellen, um dann gegen Preisgabe ihrer persönlichen Daten drei recht gut gegen Viren schützende FFP2-Einmal-Masken zu erhalten. Die Apotheken ächzen unter dem Ansturm, auch wenn sie für jeden Kunden 18 Euro bekommen (bei einem Einkaufspreis von unter 3 Euro).

Diese drei FFP2-Masken passen übrigens in einen Standardbrief-Umschlag und lassen sich für unter einem Euro personalisiert versenden. Adressen und Alter sind den Meldeämtern bekannt, um z.B. die amtliche Wahlbenachrichtigung persönlich zuzustellen und können dort teilweise auch kommerziell erworben werden, so wie es z.B. im Vorfeld von Wahlen gemacht wird, um potentielle Wähler persönlich mit Briefen von Vorzügen der Kandidaten zu überzeugen.

Hat jemand eine Erklärung, warum trotz Schließung von Läden, Ausgangsbeschränkungen etc. eine Gefährdung der Risikogruppe riskiert wird und 18 Euro ausgegeben werden, statt 4-5 Euro pro Brief inklusive der Masken?

Im Januar sollen die Krankenkassen per Briefpost übrigens Coupons für die Abholung weiterer Masken versenden. Die scheinen die richtigen Adressen also auch zu haben und könnten statt Coupons auch gleich Masken senden.

Ursprünglich auf Facebook am 18.12.2020 veröffentlicht.