Niedrige Mieten dank schlechter Anschlüsse

· Stadtentwicklung & Innenstadt, Verkehr & Mobilität, Kultur & Kulturhauptstadt · 2 Min. Lesezeit · Artikel 286 von 492

#Chemnitz #Verkehr #Mieten #FreieSzene

Ein bisschen Positiv-Berichterstattung über die komfortable Wohnraum-Situation in Chemnitz.

Während in anderen deutschen Großstädten die Mietpreise explodieren und man darüber nachdenkt, mit Milliardeninvestitionen Sozialwohnungen auf die letzten Freiräume zu bauen, bleiben die Mietpreise in der verkehrstechnisch abgehängten Großstadt wie Chemnitz und im umliegenden ländlichen Raum auf niedrigem Niveau. Hier hat Land und Bund nämlich die Milliarden in den letzten 30 Jahren eingespart und Bus- und Bahnstrecken massiv zurückgebaut mit der Folge, dass sich noch mehr Menschen in die überlaufenen Großstädte orientieren, um dort wiederum einen Großteil ihres Verdienstes in Miete zu investieren.

Seitens der Stadt wird die fehlende Unterstützung von Land und Bund nur zaghaft bis gar nicht eingefordert, stattdessen arbeitet man mit steinzeitlichen Mitteln an einer marketingtechnischen Überhöhung der Stadt, ohne den so gewonnenen Talenten außer einer billigen Miete wirklich ein sofort annehmbares Angebot machen zu können. Währenddessen hält man die eigene freie Kulturszene auf Sparflamme und behindert die Entwicklung von Szene-Vierteln durch repressive Ordnungsmaßnahmen und stadtplanerische Einfallslosigkeit mit der Fixierung auf Bauliches statt Inhaltliches. Insofern kein Ort, in den Talente strömen und noch viel Arbeit in Köpfen und an der Grundhaltung.

Ursprünglich auf Facebook am 13.06.2019 veröffentlicht.