Google Maps schickt Chemnitz über Riesa

· Verkehr & Mobilität, Stadtentwicklung & Innenstadt · 2 Min. Lesezeit · Artikel 339 von 492

#Chemnitz #Verkehr #Mobilität #Kulturhauptstadt

Nun scheint es auch bei Google und Apple angekommen zu sein, dass der Chemnitzer Stadtrat keine digitale Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs an moderne Kartendienste wünscht. Flugs hat man nun sowohl in Google Maps als auch in Apple Karten die direkten Bahn-Verbindungen nach Dresden und Leipzig gestrichen. In Zukunft wird nur noch der zweieinhalbstündige Umweg über die Weltstadt Riesa empfohlen. Oder hat die Bahn den neuen Fahrplan für 2019-2030 schon zu Google gemeldet und Chemnitz wird bis zur Einführung des Strom-ICE ein Jahrzehnt abgekoppelt? Oder handelt es sich um eine Sicherheitsmaßnahme, um die Vorwarnzeit vor anreisenden Extremistengruppen um über eine Stunde auszudehnen, damit auch langsame Polizisten die Chance haben, herrenlos herumliegende Schreiben des Verfassungsschutzes aus dem Fax-Gerät zu fischen? Mal schauen, was die internationalen Jurymitglieder der Kulturhauptstadt dazu sagen, wenn die sich einen Anreiseweg nach Chemnitz suchen müssen. Da bekommt man gleich den richtigen Eindruck von der Notwendigkeit kulturellen Wandels. Bis dahin am besten die Verwendung der Deutsche Bahn-App an der sächsischen Grenzmauer vorschreiben und den Umstieg in einen dauerhaft gemieteten Diesel-ICE nebst gedrucktem Kursbuch anbieten. Wer sich von den mitlesenden Stadträten daran erinnert, dass er oder irgendwer aus seiner Fraktion im Aufsichtsrat von Chemnitz Tourismus oder der CVAG sitzt - irgendwer müsste sich spätestens jetzt mal um das Thema kümmern, damit es im kommenden Jahrzehnt zu einer akzeptablen Lösung kommt oder zumindest das wieder geht, was vor einiger Zeit noch funktioniert hat. #stattdermoderne #analogisierung

Ursprünglich auf Facebook am 29.12.2018 veröffentlicht.