Wolfsangst ersetzt keine sächsische Realpolitik

· Klima & Umwelt, Verkehr & Mobilität · 2 Min. Lesezeit · Artikel 362 von 492

#Chemnitz #Sachsen #CDU #Umwelt

In Deutschland wurden im letzten Jahr Menschen getötet durch Jäger: 31 durch Wölfe: 0 durch Regenwürmer: 0 durch Feinstaub: 66.000

Zum Schutz von Schafen, Ziegen und Menschen sammelt die CDU Sachsen mit martialischer Werbung Stimmen, um "Konflikte mit Wölfen zu reduzieren" (Jäger sollen die abschießen), indem man mit einem winzigen Aufschrei aus Sachsen gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen, die Berner Konvention, die EU Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und das Bundesnaturschutzgesetz anstinken will. Realpolitik sieht anders aus, aber darauf setzt man bei diesen und andere Themen schon lange nicht mehr. Mit dem Werbebudget ließen sich ja auch die Fördermöglichkeiten von Herdenschutzhunden oder Schutzzäunen zu bewerben, aber Realitätsverlust scheint eine sächsische Spezialität zu werden. Lang lebe dafür der Diesel, den zwar im Rest der Welt niemand mehr will, wo eine Umstellung sächsischer Politik aber wieder mal so eine verdammte Kraftanstrengung erfordert - und das alles wegen der Wähler, die verstehen angeblich die Wahrheit nicht, deshalb solange weiter Schönreden und Notlügen, bis das irgendwann hervorbricht.

Ursprünglich auf Facebook am 12.10.2018 veröffentlicht.