Spontanpartys zwischen Wohlwollen und Formularlogik

· Verwaltung & Stadtrat, Kultur & Kulturhauptstadt · 2 Min. Lesezeit · Artikel 461 von 492

#Chemnitz #Verwaltung #Stadtrat #Subkultur

Kleine absurde Presseschau zum Thema "Wir lösen Probleme in heißer Luft auf" - Freie Presse 24.4.2015 zum neuen Anmeldeprocedere für "Spontanpartys": Bei den Chemnitzer Stadträten stößt die Idee auf Zuspruch. Detlef Müller, Fraktionsvorsitzender der SPD, sieht in dem Eilverfahren "eine große Chance". Eine Chemnitzer Variante, bei der der Ort frei wählbar bliebe, finde er gut. "So kommen viel mehr Ideen, an die wir gar nicht denken würden", sagte er. Susanne Schaper, Fraktionsvorsitzende der Linken, sagte, Spontanpartys auf ungenutzten Flächen täten der Stadt gut. Sie begrüße, dass sie kurzfristig und unbürokratisch möglich gemacht werden sollen. Tino Fritzsche, Fraktionsvorsitzender der CDU, drückte sein "vorsichtiges Wohlwollen" für ein Eilverfahren aus. Es sei zeitgemäß. Allerdings müsse genug Zeit bleiben, zu prüfen, wer sich da aus welchen Gründen treffen wolle. Lars Faßmann (Vosi) hat noch einen anderen Vorschlag: Partys sollen einfach auf der Facebook-Seite der Stadtverwaltung angekündigt werden. "Damit gilt das dann als angemeldet." Manchmal frage er sich, wo das Problem liegt: "Öffentliche Flächen gehören allen, dann dürfen sie auch genutzt werden."

Ursprünglich auf Facebook am 27.07.2017 veröffentlicht.