Wenn Zuspitzung zur Schlagzeile wird
Was man der Presse sagt: "Im Nachgang des Sprengstoffanschlags auf das Lokomov sind immer noch die gleichen Verhaltensweisen zu beobachten, die bereits den NSU befördert haben. Die Bildung von Neonazi-Strukturen im Stadtteil wird nicht breit diskutiert und untersucht, obwohl überall sichtbar Nazi-Tags prangen. Der Anschlag wird von der Politik und Polizei marginalisiert (Pyrotechnik statt Sprengstoff, obwohl auch illegale "Böller"-Importeure regelmäßig wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angeklagt werden). Die Bürgerschaft sieht sich außerhalb eines "Kampfes", der ausschließlich von Linksextremen und Rechtsextremen ausgetragen wird, marginalisiert ebenfalls oder solidarisiert sich mit den Extremen (siehe diverse Hassbotschaften in den Kommentarzeilen der Onlinemedien)."
Was die Presse (in diesem Fall TAG24) daraus für ein "Zitat" macht: "Es besteht die Gefahr eines Bürgerkriegs. Nazis breiten sich aus im Stadtteil, betrachten ihn als ihren Kiez. Ich sehe Parallelen zum NSU."
Liebe Journalisten, wenn ihr euch wegen einer Schlagzeile selbst zur "Lügenpresse" macht und euch nicht gegenseitig auf die Finger haut, dann fördert ihr Gesellschaftssysteme, in welchen freie Medien und die Journalisten, die ihr hoffentlich gerne sein wollt, nicht vonnöten sind.
Ursprünglich auf Facebook am 10.11.2016 veröffentlicht.