Zwanzig Jahre für einen Bahnhofsausgang

· Verkehr & Mobilität, Verwaltung & Stadtrat, Stadtentwicklung & Innenstadt · 2 Min. Lesezeit · Artikel 167 von 492

#Chemnitz #Sonnenberg #Verkehr #Verwaltung

Die Freie Presse berichtete am 11.5.2011 mit dem Kommentar "Lieber spät als Nie" von den über zehnjährigen Verhandlungen zwischen der Stadt Chemnitz und der Bahn, den Sonnenberg mittels eines Fußgänger- und Radfahrertunnels bis 2015 an den Hauptbahnhof anzubinden und eine Achse Brühl-Sonnenberg zu schaffen. Damals sollte die städtische Beteiligung ca. 500.000 Euro betragen. Die Bahn baute daraufhin ihren Teil des Tunnels unter den Schienen hindurch, allerdings nicht den Ausgang, da man sich mit der Stadt nicht einig wurde.

Heute, nunmehr 20 Jahre später, eröffnete unter Applaus der durch die Stadt für mittlerweile 4 Millionen Euro errichtete neue Ausgang des Bahnhofs Richtung Sonnenberg. Das ist eine großartige Sache für den Sonnenberg, auch wenn die Nutzung durch Radfahrer zwischenzeitlich gestrichen wurde. Dafür gibt es jetzt eine überdachte Fahrradabstellanlage und etwas Aufenthaltsqualität für die Nutzer der Fernbusstation, die dort entstehen soll.

Ich bin gespannt, ob man in der Verwaltung im Hinblick auf eine Fehlerkultur nochmal Revue passieren lässt, wie 3,5 Mill. Euro Mehrkosten und 20 Jahre Realisierungszeit zustande kommen, solange die verantwortlichen Personen noch in Amt und Würden sind.

Ursprünglich auf Facebook am 21.08.2020 veröffentlicht.