Kaufhof-Aus stellt Chemnitzer Innenstadt bloß
Die Galeria Kaufhof im 2001 vom Star-Architekten Helmut Jahn in die Chemnitzer Innenstadt implantierten Glaskasten schließt. Das kommt nicht besonders überraschend, da sich ein Ende der großen Kaufhäuser und Modelabel schon seit geraumer Zeit abzeichnet und beim Gesundschrumpfen erstmal die weniger lukrativen Standorte an die Reihe kommen.
Ich hatte zu dem Thema 2018 bereits eine Ratsanfrage gestellt, um zu prüfen, ob die Stadtverwaltung Chemnitz diesbezüglich Szenarien entwickelt hat, wenn größere Gebäude frei werden, insbesondere da der Innenstadt immer noch eine (moderne) Markthalle fehlt. Es ist an der Zeit, in der Innenstadt einiges neu und vor allem nicht ausschließlich in Handel und Verwaltung zu denken und den für den Missstand verantwortlichen Personen nicht immer wieder Geld für steinalte Ideen nachzuwerfen.
Der Innenstadt fehlt das menschliche Maß und Flanierqualität, dazu hatte ich in Verbindung zur geplanten unsäglichen Bebauung des Stadthallenparks schon mal etwas geschrieben. https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=2253230944766861&id=lars.fassmann Leider werden die Fehler gerade bei der Neubebauung der Johannisvorstadt wiederholt https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=2834410213315595&id=lars.fassmann
Leidtragende sind am Ende die Beschäftigten und die Bürgerschaft, während die Verantwortlichen abkassieren und ihre Hände in Unschuld waschen.
Ursprünglich auf Facebook am 19.06.2020 veröffentlicht.