Brühl-Befragung nach Jahren leerer Versprechen
Die Stadtverwaltung Chemnitz startet im Jahr 2020 wieder einmal eine Befragung der Bewohner und Gewerbetreibenden des Brühl, ob ein urbanes Viertel gewünscht ist. Gab es nicht jahrelang ein Brühl-Büro, was genau dies leisten sollte? Gab es nicht aller paar Jahre verheißungsvolle Diskussionsrunden? Wurden mittlerweile nicht Generationen von Gewerbetreibenden und Kultur- und Kreativschaffenden von der Stadtverwaltung an der Nase herumgeführt und nach Strich und Faden verarscht? Wieso gelingt diese Betrügerei immer wieder? Weil die engagierten Leute wegziehen oder Teil des Missstands in Politik und Stadtverwaltung werden, weil die Verwaltung schlecht bzw. gar nicht geführt wird, weil sich Stadträte immer nur kümmern, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Hier die Aufzeichnung von einem Treffen aus 2009 im "Delicate", wo neben diversen Akteuren auch die Oberbürgermeisterin mit vielen leeren Versprechungen zu Wort kommt.
http://stattdermoderne.de/diskussionbruehl2009.mp3
Der Freie Presse-Artikel im Bild erschien dann drei Monate nachdem die OB viel versprochen und nichts gehalten hatte.
Die neuerliche Diskussion, ob der Brühl jetzt ein Szeneviertel werden darf, wirken nach dem Anhören wie Hohn und es sollte auch jedem klar sein, dass diese miserabel geführte Stadtverwaltung auch die Bemühungen um die Kulturhauptstadt gerade gegen die Wand fährt.
Ursprünglich auf Facebook am 04.06.2020 veröffentlicht.