Stadionmiete als nächster CFC-Hebel
Nachdem ich in meinem letzten Beitrag die haarsträubenden Umstände der Privatisierung der CFC Fußball GmbH beleuchtet hatte, folgt nun der letzte Akt der Ausplünderung öffentlicher Kassen und des gemeinnützigen Sportvereins. Der Insolvenzverwalter fordert für die weitere Bespielung des Stadions durch die privatisierte Kapitalgesellschaft ordentlich Geld, nämlich 750.000 Euro pro Jahr für die Regionalliga-Saison und vorsorglich schon mal 1,25 Millionen Euro pro Saison für die 3. Liga. Dafür darf das Stadion dann wahrscheinlich "Bollwerk gegen Rechts" heißen. Ich bin gespannt, ob die Stadtverwaltung das mitmacht oder sogar selbst an dem Schreiben an die Stadträte mitgewirkt hat. Immerhin hat der Insolvenzverwalter die Informationen aus erster Hand, wann die Insolvenz wirklich eingetreten ist und wann danach welche Beträge von der Stadt und von städtischen Gesellschaften unter städtischer Geschäftsführung in eine eventuell schon vorhandene Insolvenz gezahlt wurden. Als Alternative ständen dann strafrechtlich relevante Anzeigen und dass die Stadt die 6,2 Millionen Gutmachung an die Gläubiger leisten und alle eigenen Forderungen abschreiben muss. Das interessante dabei: Der Insolvenzverwalter macht seinen Job. Er holt das Maximale für die Gläubiger raus und versucht, "Arbeitsplätze" zu erhalten. Ganz nebenbei werden die reicher, die immer schon profitiert haben.
Ursprünglich auf Facebook am 20.10.2018 veröffentlicht.